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Germany's next Bundespräsident

3.2.2012. Ehrlich gesagt: Was mich an der „Causa Wulf" am meisten erschreckt, ist die kleine geistige Welt, in der sie sich bewegt. Eine Welt, in der persönliche Freundschaft mit freundschaftlichen, nutzbringenden Geschäftsbeziehungen gleichgesetzt wird, die Qualifikation eines Ministerpräsidenten mit der eines ungelernten Hilfsarbeiters (der deswegen nach eigener Aussage große Schwierigkeiten hatte, sich im gänzlich neuen Amt des Bundespräsidenten zurechtzufinden), in der keinerlei Differenzierung zwischen privater und beruflicher Rolle existiert und in der eine der größten Sorgen darin besteht, dass sich die Heimatstadt – oder war es „Dorf"? – in heller Aufregung über die Geschehnisse befindet.

Wäre Herr Wulff Handwerksmeister, er wäre vermutlich „unfxxxing unfassbar" erfolgreich und würde genau die Mittel einsetzen, die dafür neben fachlichem Können nötig sind. Nur: Er ist es nicht. Handwerksmeister, meine ich. Er ist der Erste Mann im Staat. Der, der mich, fern von parteipolitischem Kleinklein, repräsentiert.

Ääh.
Nein!
Ist er vielleicht, tut er aber nicht. Da hat so mancher Teilnehmer unserer mannigfaltigen TV-Casting-Events schon mehr Klasse und Qualität bewiesen als unser aktueller Präsident.

Nun, es hat auch sein Gutes: Während sich Christian vielleicht doch absehbar auf eine goldene Zukunft als Schützenkönig von Edelweiß Thönse 1952 e. V. freuen kann, könnten wir währenddessen ein neues Verfahren zur Wahl unseres nächsten Ersten Mannes (oder vielleicht sogar unserer ersten Ersten Frau?) etablieren – das öffentliche Casting in einem zielgruppengerechten Fernsehformat.

Mögliche Titel gibt's reichlich: Germany's next Bundespräsident, DSDBP, Unser Mann für Bellevue, The President of Germany, ... Und Kandidaten auch. Die Qualifikationsanforderungen sind massenkompatibel, bis zum Recall kommt so gut wie jeder – und die Auswahl der letzten Vier könnten wir so richtig schön in die Länge ziehen.

Vorher machen wir, wir sind ja freundliche, wenn auch klevere Geschäftsleute, noch eine große Befreiungs- und Amtsentlastungshow für Christian: Ich bin der Wulff - holt mich hier raus! Das wird super. Und – wetten? Er wird bestimmt Dschungelkönig, bei der Abgebrühtheit, mit der er alles auf sich niederkübeln lässt. Und was der alles schluckt ... Echte Nehmerqualitäten, der Mann, das muss man ihm lassen. Da sollten wir uns gut überlegen, wen wir als Zählkandidaten dazu holen.

Damit das Ganze auch der große, erhoffte Casting-Serienerfolg wird, wiederholen wir das ab sofort jährlich. Der Präsident hat sowieso nix zu kamellen (hatte er bei uns nach '45 noch nie) und als moralische Instanz ist er auch durch. Da können wir uns den Castingspaß einfach jedes Jahr gönnen. Fünf Jahre des Wartens wären definitiv zu lang! Und selbstverständlich wird das Ganze per telefonischer Abstimmung basisdemokratisch entschieden. Eine Gefährdung unseres Staatsgebildes durch krasse Fehlbesetzungen steht nicht zu befürchten, das hat die Politik mit Christian schon selbst erledigt. Ob Angela das auch vorausgesehen und geplant hat? Oder wollte sie doch nur den lästigen Konkurrenten ausschalten? Obwohl, das ist ja spätestens jetzt endgültig gelungen ;-)

Also dann – Zeit, zum Telefon zu greifen und zu wählen!


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