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Gut, dass wir drüber gesprochen haben

26.8.2011. Kommunikation ist ja generell schwierig. Was einer sagt und was davon bei anderen ankommt, ist nicht immer unbedingt identisch. Das merkt beispielsweise gerade Nationalkicker Philipp Lahm. Dessen irgendwie unerklärliche Buchveröffentlichung trifft mit ihren nicht minder unerklärlichen Inhalten bei diversen Personen des öffentlichen Fußballlebens nicht auf Gegenliebe. Dass viele seiner einstigen Förderer dermaßen empfindlich auf seine deutlichen Einlassungen reagieren, findet der Philipp wahrscheinlich kleinkariert. Aber vorsichtshalber lässt er öffentlich verbreiten, er habe das alles nicht so gemeint, es tue ihm leid, das seien alles Missverständnisse – eben das ganze Programm nach solch einer kommunikativen Großtat.

Dabei ist das Genöle um das Werk des lahmen Möchtegern-Literaten ja Kindergartenkram gegen den wahrhaft babylonischen Kommunikations-Wirrwarr rund um die globale Finanzkrise. Hier spielt es längst keine Rolle mehr, wer irgendwo irgendwas sagt. Hier ist es vollkommen gleichgültig, wenn irgendwer irgendwann irgendetwas beschließt. Und sowieso sinnlos ist es, irgendwelche vermeintlich wohldurchdachten Lösungen des weltweiten Schlamassels zu präsentierten. Die vielzitierten Märkte, die superschlauen Analysten, die diabolischen Rating-Agenturen, die weltweite Anlegergemeinde – sie hören wahrscheinlich die unterschiedlichen Signale, aber verstehen tun sie immer nur so hässliche Wörter wie Krise, Pleite, Ruin, Abschwung und Euro-Rettungsschirm.

Gut, dass wir drüber gesprochen haben – dieses lange gültige Rezept für eine gute Partnerschaft hat sich mittlerweile komplett erledigt. Kommunikation zeigt nicht mehr die Wege aus dem Krisen-Dickicht. Je mehr die diversen Protagonisten kommunizieren, desto tiefer führt uns der Pfad hinein ins dornige Gestrüpp. Das Problem ist allerdings: Halten die Beteiligten – salopp gesagt – einfach die Klappe, dann heißt es, dass sie mit ihrem Latein jetzt endgültig am Ende seien. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Nichts davon ist mehr wahr. Reden ist Blech und Schweigen Schrott. Ausgerechnet im Zeitalter der Informations- und Wissensgesellschaft geht der Kommunikation die Puste aus.


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