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Lügen haben (nicht nur) kurze Beine

21.11.2012. Die Alten wussten es noch ganz genau: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – und wenn er auch die Wahrheit spricht! Soll in der aktuellen Lage heißen: In Sachen Kommunikation rund um die Europa- und Eurokrise können alle Beteiligten im Grunde genommen einpacken! Denn da kann definitiv nichts mehr kommen, was beim staunenden Publikum noch irgendwie auf Wohlwollen und Vertrauen stoßen würde. Zu sehr haben Politiker und ganze Heerscharen von Experten gelogen, getrickst, beschönigt, geschummelt und beschwichtigt. Glaubwürdigkeit ist in diesen verworrenen Tagen kein Attribut der politischen Aktionen mehr.

Wir alle haben im Zuge der europäischen Chaostage gelernt: Was gestern noch als unumstößliche, alternativlose und in Stein gemeißelte Wahrheit galt, ist heute pulverisiert und vom Winde verweht. Rettungsschirme mit immerhin stattlicher, aber doch definierter finanzieller Ausstattung? Sind unbegrenzten Anleihekäufen und damit de facto einer versteckten Staatsfinanzierung mit nach oben offener Kreditlinie gewichen. Durchdachte Reformen für einen zukunftsorientierten Weg zur Rettung von Ländern mit desolater Finanzlage? Sind zugunsten trickreicher Finten erst gar nicht auf die Tagesordnung gekommen. Eine Vision von einem Europa der gewollten Unterschiedlichkeiten und der stolzen Bürgerinnen und Bürger? Hat die Brüsseler Bürokratenherrschaft selbstherrlich und unbeirrt in den Staub getreten und zur Unkenntlichkeit zertrampelt.

Längst ahnen die Regierten aller europäischen Länder, dass es ein übles Ende nehmen könnte mit der an sich feinen Idee vom geeinten Kontinent, von der Schwester- und Brüderlichkeit im Geiste eines friedlichen Weltenteils. Europa ist zu einem unentwirrbaren Lügengeflecht verkommen. Niemand mehr schätzt die Wahrheit. Auf den Altären von Wahlterminen und im Geschacher um Macht und Einfluss haben Europas vermeintliche Eliten Ehre und Anstand kaltblütig geopfert. Kommunikation dient nicht mehr der klaren Erläuterung von Zielen und Aufgaben – sie dient nur noch und ausschließlich der Verschleierung und der bewussten Täuschung. Lügner und Belogene, das sind heute die Bewohner des europäischen Hauses. Eine Tragödie mit erschreckender Perspektive. Denn wenn die Kommunikation versagt, erheben Wut, Misstrauen und Intoleranz ihre Stimmen. Und genau die wollten wir in einem vereinten Europa ja eigentlich hinter uns lassen.


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