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Nichts mehr wie immer

6.7.2010. Zurzeit sind Vergleiche zwischen Fußball und Politik ja so was von „en vogue“. Auch ich erlaube mir daher zumindest eine Analogie: Wäre Fußball ein Abbild der Politik, gesellschaftlicher Zustände gar, dann wäre Deutschland ein Hort der entschlossenen Neuerung und Angela Merkel als „El Capitano“ nur noch fußlahme Zuschauerin. Damit dürfte klar sein: Die Vergleiche taugen nichts!

Eines aber steht fest: Im Fußball ist nichts mehr so, wie es immer war – zumindest bei dieser monoton (v)uwuseela-dröhnenden WM. Brasilien lässt das selbstbegeisterte schöne Spiel und setzt unter Carlos „El Alemao“ Dunga auf Effizienzfußball, nur um dann doch panisch und zum Schluss völlig fassungslos an europäisch-kühlen Holländern zu scheitern. Diese haben derweil ihren „Fußball total“ unterm Deich begraben und „robben“ (pardon für das flache Wortspiel ...) sich per Standardsituation an die gegnerischen Strafräume heran. Die Spanier verstolpern ihr Tici-Taca ein ums andere Mal gegen verbissen verteidigende Gegner. Und das Beste: Ironischerweise sind es ausgerechnet die Italiener, die vergessen haben, wie ein Team erfolgreich verteidigt.

Glücksmannschaft des Turniers ist nicht wie üblich das deutsche Team, sondern – Uruguay: kein einziger, wirklich harter Gegner bis ins Halbfinale, heute Abend dann, denn jetzt wird’s ernst, (vermutlich) raus mit Applaus gegen Holland, ab ins „kleine Finale“ – Respekt! So viel Dusel hat zuletzt die deutschen Kicker durch zahlreiche Vor- und Finalrunden bei den Weltmeisterschaften in den 1980er und 90er bis ins 2002er Finale getragen. Und die Deutschen selbst? Nichts ist mehr, wie es immer war. Ich reibe mir fortwährend die Augen vor Verblüffung und freudiger Begeisterung: Nix Rumpelfußball, stattdessen Spielwitz, Übersicht, Kombinationsfußball, mit bereits drei Mal vier Toren und, so sieht’s aus, Serbien-Dämpfer und Ghana-Ausscheidungskampf genau zur rechten Zeit. Glück ist eben, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.

Ja, nichts ist mehr so, wie es immer war. Nun ja – fast: Die Griechen betonierten sich entschlossen ins Aus. Die Engländer bleiben verlässlich eine vergangene „empirische“ Größe und zum Schluss heult Schönling Cristiano Ronaldo. Immer. Wenigstens etwas, auf das man sich in diesen Tagen verlassen kann. Na dann – Finale. Und: Weltmeister!!! Zumindest der Herzen.


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